
Bei uns zuhause leben zwei Katzen. Rosi (li), der eigentlich Marotzke heißt und ein kleiner Mann ist sowie Gustav (re), unser großer Mann. Deutliches Unterscheidungsmerkmal der beiden ist die Länge ihrer Haare. Rosi, ein British Shorthair silver shaded, hat viele, viele weiche, doch eher kurze Haare. Gustav ist ein weißer Persermischling mit fast normaler Schnauze und Bernsteinaugen. Seine Haare sind lang. Beiden gemeinsam ist, dass sie trotz Rasse keinen Preis gewinnen. Rosi, weil er ein Matschauge hat und Gu, weil er nicht reinrassig ist. Beide also billig – zumindest in der Anschaffung… LOL!
Experiment Eins
Ich gehe zu der Katze und frage: Wo ist die Katze? Beide schauen mich an, dann sagt Gustav „Mau!“, Rosi rennt weg und will spielen.
Aha… Langhaarkatze deutlich schlauer als Kurzhaarkatze!
Experiment Zwei
Ich stelle nur einen Futternapf auf, beide wollen die Köpfe rein stecken, es ist aber halt nur für einen Platz. Dumme Sache. Gustav zieht den Kopf zurück und läßt Rosi ein paar Happen fressen. Dann langt er mit seiner Pfote in den Napf und zieht ihn zu sich heran. Rosi kaut noch und guckt blöd. Gustav frisst ein bisschen und zieht wieder den Kopf weg, damit das Spiel von vorne anfängt.
Aha… Langhaarkatze deutlich schlauer als Kurzhaarkatze!
Experiment Drei
Stubenfliege… Rosi rennt wie ein junges Reh der Fliege hinterher bis er außer Atem ist. Die Fliege fliegt noch. Gustav sitzt am Fenster und schaut ungerührt raus. Die Fliege sitzt auf der Scheibe. Gustav schaut raus. Fliege fliegt weiter, kommt wieder zur Scheibe… und so geht das bis es mir langweilig wird. Dann höre ich nur ein lauten KLATSCH, schaue… hat doch der Gustav die Fliege mit einem Hau gegen die Scheibe gekillt! Und anstatt sie dann zu fressen wie es Rosi tut, wenn er mal eine fängt, legt er sie fein säuberlich aufs Fensterbrett und beobachtet weiter die Vögel draußen. Fliegenfressen ist offenbar nur was für Anfänger! 
Und wieder: Aha… Langhaarkatze deutlich schlauer als Kurzhaarkatze!
Experiment Vier
Gustav hatte vor Rosi eine alte Lady als Mitbewohnerin, das Luder, eine schwarze Hauskatze. Mal davon abgesehen, dass die Olle einen echten Sprung in der Schüssel hatte, war sie ja auch kurzhaarig. Nun waren wir mit Katzen auf Urlaub und damit die Schnurrer auch was von haben, ziehen wir ihnen Leinen an, um mit ihnen raus in den Garten zu gehen. Einer Katze kann man aber nicht einfach eine Leine anziehen, sie werden in ein so genanntes Geschirr gesteckt, damit sie sich nicht einfach das Halsband ausziehen. Natürlich hat die Katze an sich darauf null Bock und so lässt das Luder sich erst mal zur Seite fallen, spielt tote Katz und hofft, es geht vorbei. Wir lachen uns schlapp.
Gustav, cool wie immer, sitzt erst da wie ein bockiger Esel und rollt dann einfach nach hinten aus dem Geschirr! Unmöglich denken wir und legen’s nochmal an. Diesmal fester. Gustav setzt sich gar nicht mehr hin und rollt direkt wieder raus… Fassungslosigkeit! Wir nennen ihn Houdini.
Das Luder ist inzwischen wieder auferstanden, wird total gaga und rennt wild durch die Gegend. Ich hab echt Schiss, sie bricht sich alle Kochen und renne ihr hinterher (muss das doof ausgesehen haben), ich konnte ja schlecht die Leine loslassen, sonst wär sie weg gewesen da draußen in der Fremde. Gott sei Dank hat sie sich schnell wieder beruhigt… sie sprang mit allen vier Pfoten voraus in das an der Wand aufgestellte Gummiboot meiner Eltern, hatte dabei einen vollkommen irren Blick, während dem Boot (und das war ein richtig gutes, sprich teuer) die Luft ausging. Bevor ich mir Sorgen um das Boot machen konnte, bin ich erst mal zusammen geklappt und habe mich schlapp gelacht… Gott sah das doof aus, die Katze mit weit aufgerissenen Augen klebt am Boot, das langsam immer kleiner wird… so geil!! Sven (meine bessere Hälfte) war dann so mutig das wirre Vieh aus dem Gummi zu hakeln und setzte sie dann rein, wo sie für die nächsten Tage dann auch blieb. Puh! Was für eine Szene! Aber trotzdem… was lernen wir daraus?
Na ja, Kurzhaarkatzen sind eindeutig Helmträger!
